Politische Schwerpunkte
Gute Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Gewerbe – zum Vorteil von uns allen
Auf lokaler Ebene können wir zwar keine nationalen oder globalen Wirtschaftsfaktoren beeinflussen. Aber auch auf lokaler Ebene gilt: Geht es der Wirtschaft gut, profitieren alle. Ein starkes Gewerbe sichert die Versorgung vor Ort, schafft Arbeitsplätze und belebt unsere Stadt. Als Wirtschaftsstandort steht Uster in starker Konkurrenz zu anderen Städten und Gemeinden in der Nähe. Als Vorstandsmitglied des Wirtschaftsforums habe ich mich intensiv für günstige Rahmenbedingungen für die Ustermer Wirtschaft eingesetzt. Dieses Engagement möchte ich gern im Stadtrat fortsetzen – damit sich bestehende Unternehmen in Uster weiterentwickeln und sich neue Firmen in Uster ansiedeln können. Das ist Voraussetzung dafür, dass sich das Dienstleistung- und Arbeitsplatzangebot in Uster weiter positiv entwickeln kann, von dem wir alle profitieren.
Das heisst: Möglichst wenig bürokratische Auflagen – wirksame Standortförderung – verdichtetes Bauen an zentraler Lage – hohe Ausnutzung auf den verbleibenden Arbeitsplatzgebieten – verlässliche und effiziente Planungs- und Bewilligungsverfahren.
Für eine Mobilität mit Augenmass und ohne Ideologie
Ein ausgewogenes Mobilitätsangebot macht Uster als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv und lebendig. Ich stehe zur Förderung des Veloverkehrs. Dazu braucht es aber keine teuren «Velo-Marketing-Projekte», sondern gezielte, gut durchdachte Projekte mit echtem Mehrwert. Das Stadtzentrum muss für alle gut erreichbar bleiben – egal, ob wir zu Fuss, mit dem Velo, dem ÖV oder dem Auto unterwegs sind. Wirtschaft und Gewerbe sind auf gute Erschliessung über die Strasse angewiesen. Ein leistungsfähiges Hauptstrassennetz entlastet die Quartiere. Mit dem Doppelspurausbau der SBB im Aathal ist die Unterführung Winterthurerstrasse für den Strassenverkehr ein Muss (Mehr dazu unter Geplantes Strassenprojekt Uster (Unterführung Winterthurerstrasse) | Kanton Zürich).
Das heisst: Enger Dialog mit dem Kanton für den Bau der Unterführung Winterthurerstrasse (Kein SBB-Doppelspurausbau im Aathal ohne Unterführung!) – Leistungsfähiges Hauptstrassennetz – Gute Erschliessung des Zentrums für alle – Gezielter Ausbau des Velonetzes, v.a. dort, wo heute Sicherheitsdefizite bestehen.
Effizienter Einsatz von Steuergeldern - moderne und bürgernahe Verwaltung
Als Gemeinwesen sind wir auf eine bürgernahe, gut organisierte und motivierte Stadtverwaltung angewiesen. Wie in jeder grossen Organisation ist es auch bei einer Stadtverwaltung eine Daueraufgabe, Leistungen zu hinterfragen, Prozesse zu optimieren und die Organisation bei Bedarf anzupassen. Die Stadt ist es den Steuerzahlerinnen und –zahlern schuldig, die Steuergelder effizient und sparsam einzusetzen. Ich bin überzeugt, dass mit einer weiteren Digitalisierung der Verwaltung und dem gezielten Einsatz von künstlicher Intelligenz Abläufe vereinfacht und Ressourcen gespart werden können. Mein Ziel ist es, die Steuerbelastung langfristig tief zu halten, damit Uster im Wettbewerb mit anderen Gemeinden ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleibt. Dazu gehört auch eine vorausschauende, disziplinierte Investitionsplanung, damit wir nachfolgenden Generationen keinen Schuldenberg hinterlassen.
Das heisst: Digitalisierung der Stadtverwaltung vorantreiben – Fokussierung auf die Kernaufgaben der Stadt – vorausschauende und disziplinierte Investitionsplanung.
Aufenthaltsqualität und Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum gewährleisten
Uster gehört uns allen – und alle sollen sich in Uster sicher fühlen, überall und zu jeder Tageszeit. Ein sicherer und gepflegter öffentlicher Raum ist die Grundlage für Lebensqualität – gerade in einer wachsenden Stadt wie Uster. Wir alle können auf lokaler Ebene dazu beitragen, dass unsere Stadt sauber, lebendig und sicher bleibt. Soziale Kontrolle funktioniert auch in einer grösseren Gemeinde, wenn Gemeinsinn, Präsenz und Aufmerksamkeit zusammenspielen. Professionelle Jugendarbeit und eine gut verankerte Polizei sind dabei zentrale Pfeiler.
Das heisst: Aktive Jugendarbeit – belebte öffentliche Räume – gezielte Polizeipräsenz.
Unkomplizierte Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement
Ich bin selber ein starker Verfechter des Milizsystems, das die Basis unserer Vereine, der Politik, der Armee und der Zivilgesellschaft überhaupt bildet. Nur dank dem Engagement zahlreicher Freiwilliger ist Uster das, was es ist – ein attraktiver Wohnort mit einem breiten Freizeitangebot und einer lebhaften Vereinskultur. Ehrenamtliches Engagement ist jedoch nicht selbstverständlich. Vereine sind auf günstige Rahmenbedingungen, Freiräume und unbürokratische Bewilligungsverfahren angewiesen. Im Stadtrat werde ich mich dafür einsetzen, dass Uster über gute Rahmenbedingungen für dieses vielfältige Engagement verfügt.
Das heisst: Ehrenamtliches Engagement erleichtern und fördern – gute Rahmenbedingungen für das Sport- und Freizeitangebot von Vereinen erhalten.
Freiraum für Kultur – vielfältig und für die Stadt finanzierbar
Ein lebhaftes Kulturschaffen ist “das Salz in der Suppe” – zusammen mit Wirtschaft und Gewerbe sowie dem übrigen Freizeitangebot macht es Uster von einem Wohnort zu einem Lebensort. Zahlreiche Vereine und Kulturschaffende tragen zu einem bereichernden, für Uster stimmigen Kulturmix bei. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen dafür auch in Zukunft passen und dass das Kulturangebot attraktiv und zugleich für die Stadt finanziell tragbar bleibt. Weiter werde ich mich dafür engagieren, dass auf dem Zeughausareal nicht nur ein Kultur-, sondern auch ein Begegnungszentrum für alle entsteht – so, wie es von der Stimmbevölkerung beschlossen wurde. Dazu müssen neben dem lokalen Kulturbetrieb auch zahlende Nutzer aus der Wirtschaft sowie kommerzielle Kulturanbieter Platz finden. Diese Einnahmen sind nötig, damit die Betriebskosten tragbar bleiben.
Das heisst: Freiräume erhalten für ein massgeschneidertes Kulturangebot – eine für Uster angemessene Kulturförderung – breite Nutzung des neuen Kultur- und Begegnungszentrums, auch für Wirtschaft und kommerzielle Anbieter.
Ein attraktives, breites Bildungsangebot als Standortfaktor für Uster
Bildung ist der Schlüssel zu gesellschaftlichem Fortschritt und wirtschaftlichem Erfolg. Gleichzeitig steht die Volkschule vor grossen Herausforderungen in Bezug auf Integration, Kostenentwicklung und Innovation. Die Primarschule macht einen Grossteil des städtischen Budgets aus und ist in besonderem Mass zu einem effizienten Mitteleinsatz verpflichtet. Ich wünsche mir eine unternehmerisch geführte Schulorganisation, die innovativ Freiräume nutzt für die Schulentwicklung und Steigerung ihrer Kosteneffizienz. Kantonale Bildungsinstitutionen aller Stufen sollen in Uster erhalten und gezielt ausgebaut werden – auch als Standortvorteil für Familien und Unternehmen in Uster.
Das heisst: Eine unternehmerisch geführte Volksschule, die kreative Ansätze für die Bewältigung der Herausforderung sucht und nutzt – schlanke Integration der Sekundarstufe in die politische Gemeinde – aktiver Dialog mit dem Kanton zur Förderung der bestehenden und Ansiedlung weiterer Bildungseinrichtungen.
Der Umwelt Sorge tragen
Als Mitglied der FDP stehe ich für einen Umweltschutz, der auf Eigenverantwortung, Innovation und marktwirtschaftliche Lösungen setzt. So gehen Umweltschutz und technologischer Fortschritt Hand in Hand. Ich setze mich ein für die Förderung erneuerbarer Energien, der intelligenten Nutzung von Ressourcen und dem Schutz unserer schönen Landschaft – ohne dabei die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger einzuschränken. Umweltpolitik soll nicht ideologisch, sondern lösungsorientiert betrieben werden: technologieoffen und wirtschaftlich tragfähig.
Das heisst: Verdichtetes Bauen an zentralen Lagen (kurze Wege) – Grünräume erhalten – Wärmeverbunde als Alternative zu Individualheizungen.
Richard Sägesser «in a nutshell»
Ich stehe aus Überzeugung für folgende Werte ein. Darauf dürfen Sie zählen:
Privatinitiative und Eigenverantwortung sind das Fundament unserer Gesellschaft. Sie bedingen Freiräume, die bewusst erhalten werden müssen. Menschen, die es nötig haben, werden solidarisch unterstützt.
Nichts ist selbstverständlich – schon gar nicht unser Wohlstand. Die Wirtschaft braucht gute Rahmenbedingungen. Von einer florierenden Wirtschaft profitieren alle. Tragen wir ihr Sorge!
Nachhaltigkeit sehe ich als Notwendigkeit, nicht als Schlagwort. Nachhaltigkeit setzt aber zwingend alle Dimensionen voraus: wirtschaftlich – ökologisch – gesellschaftlich.
Der Staat – auf allen Ebenen – ist nicht Selbstzweck, sondern dafür da, um der Gesellschaft und Wirtschaft zu dienen. Er beschränkt sich auf die ihm gesetzlich zugewiesenen Aufgaben und organisiert sich möglichst effizient.
Demokratie ist der Wettbewerb der Ideen. Als Mensch und Politiker sind mir Offenheit, eine klare Kommunikation und ein faires «Geben-und-Nehmen» wichtig.
